33.

By Emanuel Geibel

Written 1833-01-01 - 1833-01-01

Die Lilien glühn in Düften,

Die Blüte spielt am Baum;

Hoch zieht in stillen Lüften

Im bunten Schmuck der Traum.

Und wo er blickt, da neigen

Die Blumen das Haupt überall;

Und wo er zieht, da schweigen

Waldrauschen und Nachtigall.

Mir wird das Herz so stille

In dieser milden Nacht,

Es bricht der eigne Wille,

Die alte Lieb' erwacht.

Fast ist's, als käm' ein Grüßen

Auf mich vom Himmelszelt,

Und Frieden möcht' ich schließen

Mit Gott und aller Welt.