11.

By Friedrich von Bodenstedt

Written 1855-01-01 - 1855-01-01

Ein jegliches hat seine Zeit,

Ein jegliches sein Ziel –

Wer sich der Liebe ernst geweiht,

Der treibt sie nicht als Spiel.

Wer immer singt und immer flennt

Von Liebesglück und Schmerz,

Dem fehlt, was er am meisten nennt,

Dem fehlt Gemüt und Herz.