17.An H. Guilhelm Schlegel/ in Castain vnd Möhringen. Auff seinen Namens Tag
Written 1640-01-01 - 1640-01-01
Der welchen Euch ein Hertz vnd eine Trew verbunden
Den jhr zwar vnerkennt doch mehr denn hoch gelibt
Gibt weil bey grawen frost Euch Franckreich Blumen gibt
Was weniger anitzt alß Blumen wird gefunden.
Die pracht der alten welt ist mit der welt verschwunden:
Die Hoheit wird durch fall vnd grimmen sturm betrübt
Die Zeit hat gantze Reich alß Asch' in wind gesiebt
Was tausend Jahre baw'n vergeht in wenig stunden.
Nichts ist ohn seinen todt nur trewe gunst besteht
Wenn Pergamus in glutt vnd Rom in staub vergeht
In Staub der Tyber last das gauckelspiel der winde.
Sie kennt was ewig ist vnd pocht der gräber noth
Macht Menschen Göttern gleich sie macht den Todt ohn todt.
Durch sie lebt was nur lebt: die ists mit der ich binde.