17. Gib gerne:

By Johannes Plavius

Wilt du dem höchsten Gott' auf wucher etwas geben

So gib dem dörftigen vnd lass jhn nicht in noth

Wo du jhm helffen kanst: der schlägt den bruder tod

Des er sich nicht erbarmt. Wer gerne gibt ist eben

Als ein gesegnet land; vnd eine von den reben

Die Gottes hand gepflantzt. Darumb so brich dein brodt

Dem der da hunger hat vnd liegen muss im koth'

Als denn so wirst du wol von Gottes renten leben.

Was du dem armen thust was du dem armen giebst

Wenn du dem armen hilffst wenn du den armen liebst

Des nimmt sich Christus an als wär' es jhm geschehen.

Thu guts vnd fahre fort ohn alle müdigkeit.

Gib reichlich wo du kanst mit lust vnd fröligkeit.

Wer reichlich ernden wil der mus auch reichlich säen.