19.Auf den Anfang des 1650sten Jahres
Written 1640-01-01 - 1640-01-01
Nachdem das müde Land in harter Dienstbarkeit
In Schmertzen Krieg und Ach und unerschöpfften Thränen
Schier zweymal sechzehn Jahr geschmachtet hört auf Sehnen
Auf Seuffzen auf Gebet der Hertzog aller Zeit.
Er reist die Fahnen ab und bricht den grimmen Streit
Und wil uns selbst den Weg zum süssen Friede bähnen;
Die Zunge wil sich schon ans Lob-Geschrey gewehnen
Und singt vom neuen Jahr des Friedens weit und breit.
Herr muß gantzer Länder Kriegen
Auf dein Wort in Ruh verfliegen
Ach warum denn wilst du nicht mein bestritten Hertz erquicken?
Soll in dem Jubeln aller Heyden
Nur einig meine Seele leiden?
Oder wilst du mit Ergetzen auch ein Jubel-Jahr zuschicken.