2. Bei einem Angebinde

By Paul Fleming

Written 1624-01-01 - 1624-01-01

Was hier mein liebster Freund und ich euch übersenden,

ihr, Sohn des Helikons und seiner Götter Zier,

das komt von gutem Wundsch und herzlicher Begier,

mit der ich euch zu uns und wir zu euch uns wenden.

Nehmt hin, nehmt, nehmt es hin mit freudenvollen Händen

diß zwar geringe Tun; doch ist nichts Schlechtes hier.

Hier ist der große Held, den alle Welt und wir

für einen andern Gott beloben aller Enden.

Gott hat uns diesen Gott zu einem Schützer geben.

Und hier ist noch ein Gott, der uns kan recht beleben

mit seiner Süßigkeit Was kan man mehrers wol

an eurem Namenstag' euch, lieber Gönner, gönnen?

Wir schicken Götter euch und wündschen, was wir können,

daß euch der wahre Gott mach' alles Guten voll.