2.Von meinen Reimen

By Friedrich von Logau

Written 1630-01-01 - 1630-01-01

Ich weiß wol, daß man glaubt, daß einer gerne thu

Das, was er gerne sagt; allein es trifft nicht zu;

Die Welt ist umgewand. Ich kenne manchen Mann:

An Worten ist er Mönch; an Thaten ist er Hahn.

Mein Reim ist manchmal frech, die Sinnen sind es nicht;

Der eine Zeug ist Gott, der ander das Gerücht.

Ich höhne Laster auß, ich schimpffe böse Zeit;

Dann die macht grosses Werck von grosser Üppigkeit.