20. Rede die warheit:
Ein Christe sol die warheit nicht verschweigen
Vnd setzt jhm gleich fleisch welt vnd teufel zu
Ein lügenmaul hat weder rast noch ruh
Vnd lässet sich mit gut vnd gelde beügen.
Ein Christen-mensch' acht't weder fahr noch drewen
(Der lügen trotz vergeht in einem nu.)
Vnd vngeacht was man jhm darümb thu
Förchtt er doch nicht die warheit zu bezeugen.
Drümb wer du bist befleisse dich der warheit
Vnd lüge nicht denn jhre schön' vnd klarheit
Kömmt doch an'n tag. Gott läst sie nicht in noth.
Wer lügen liebt der liebet auch den teufel
Der sie gebiert vnd stürtzt sich ohne zweifel
In sein verderb in jammer noth vnd tod.