21.Auf den Anfang des 1660zigsten Jahres
Written 1640-01-01 - 1640-01-01
Wir zehlen was nicht ist und längst in nichts verschwunden
Verwichner Zeiten Lauff und Menge vieler Jahr
Und was den Augenblick noch kaum verhanden war.
Wir zehlen was sich noch nicht von der Zeit gefunden.
Umsonst! wir Armen Ach! Jahr Monat Tag und Stunden
Sind kein beständig Gut doch bringen sie Gefahr
Und höchsten Nutz zu uns. Sie bieten alles dar
Wordurch die Ewigkeit uns Menschen wird verbunden.
Gott dem nichts fällt noch kommt dem alles steht und blüht
Der was noch künfftig ist als gegenwärtig sieht
Wil auch vor Augenblick uns Ewigkeiten geben.
Ach Seel! Ach! sey mit Ernst denn auf die Zeit bedacht
Nimm Jahr und Monat Stund und Augenblick in acht.
Ein einig Augenblick verspricht Todt oder Leben.