21.

By Emanuel Geibel

Written 1833-01-01 - 1833-01-01

Wohl flog mit roten Wipfeln einst

Mein Schiff in junger Zeit;

Dann kamen Sturm und Wetter,

Da trug ich schweres Leid.

Doch wie der frühe goldne Traum

Zerging des Kummers Last;

Nun schau' ich nach den Sternen

Vom Steuer, ernst gefaßt.

Was immer kam, ich hab's erkannt,

Am letzten war es gut;

Das hat mein Herz gegürtet

Mit einem festen Mut.

Fahr zu, mein Schiff, fahr fröhlich zu

Durch Glanz und Nebelrauch!

In deinen raschen Segeln

Der Wind ist Gottes Hauch.