28.Auf einen in der heiligen Pfingst-Nacht entstandenen Brand
Written 1640-01-01 - 1640-01-01
Der höll'sche Trauer-Geist erhitzt von Rach und Toben
Riß mitten in der Nacht aus seines Kerckers Nacht
Und wolt in Asch und Rauch durch grauser Flammen Macht
Umstürtzen was sich kaum aus seinem Grauß erhoben.
Die Funcken schwungen sich der Wiederglantz von oben
Erschröckte Gaß und Wall weil Dach und Pfost erkracht;
Doch ward sein Grimm gedämpfft weil du vor uns gewacht
Du Freuden-Geist den wir als Gottes Flamme loben.
Du Feuer das den Pusch entzündet nicht verzehrt
Hast des Verderbers Gluth allmächtig abgewehrt;
Gleich wie der lichte Blitz den schwachen Brand erstecket.
Der Feind trug unrein Feur auf deinen Lob-Altar;
O Quelle reiner Lust! du löschest die Gefahr
Wir schlieffen du hast uns bestürtzt in Freud erwecket.