31.Als sein ander Sohn Constantinus gebohren wurde

By Andreas Gryphius

Written 1640-01-01 - 1640-01-01

Mein Kind du wilst die Welt du wilst die Welt beschauen

Jtzt nun die Wanckelmuth uns und die Welt verkehrt

Und schärffer denn vorhin der rauhe Krieg verheert

Komm denn und lern allhier nur deinem Christo trauen

Der Höchste gab dich mir komm laß dir ja nicht grauen

Dem Höchsten geb ich dich was dich und mich beschwert

Nimmt seine Treu hinweg er prüfet auf der Erd

Dem er zum Vaterland verspricht des Himmels Auen.

Geh Kind! bleib ewig Treu den dem ich ietzt dich schicke

Beständigkeit mein Kind trotzt Himmel Todt und Welt

Und steht wenn Tag wenn Nacht wenn Mond und Sonne fällt

Geh Kind! bleib ewig treu schau nimmermehr zurücke

Geh hin! und schwere dem beständig stets zu seyn

Der vor dein Leben litt beständig Creutz und Pein.