34. Das Glück der witzigen Köpfe in ihrem VaterlandeFußnoten
Written 1759-01-01 - 1759-01-01
O Land, das mich gezeugt, du warest mich nicht werth;
Mein Witz war dir verhaßt, so schrecke dich mein Schwert.
Gesetzt, ich hätte nun auch meinen Witz gezwungen,
Die Thoren nicht verlacht, die Mädchen nicht besungen,
Und wäre Vorwurfs frey dein fromm und lieber Sohn,
Was würde denn dafür, Germanien, mein Lohn?
Vielleicht wie Cramer thut, ein Dorf voll Bauern führen,
Wie Kästner das Papier ums Tagelohn beschmieren,
Wie Gottsched stets bemüht, und stets verspottet seyn,
Wie Gellert tiefen Sinns, um Andre zu erfreun;
Auch wohl mit Rabners Geist, bey Acten witzig lachen,
Und einen Bücherschatz, wie Rost , mein Freund, bewachen.
Das Glücke gäbst du mir, verlaßnes Vaterland,
Wie dank ich meinem Witz, der mich aus dir verbannt!
Fern von Gefahr und Ruhm wär ich ohn' ihn geblieben;
Er hat mich auf die Bahn, die Moritz ging, getrieben.