36.An die Sternen

By Andreas Gryphius

Written 1640-01-01 - 1640-01-01

Ihr lichter die ich nicht auff erden saat kan schawen

Ihr fackeln die ihr stets das weite firmament

Mitt ewren flammen ziert vndt ohn auffhören brent;

Ihr blumen die ihr schmückt des grossen himmels awen

Ihr wächter die als Gott die welt auff wolte bawen;

Sein wortt die weisheit selbst mitt rechten nahmen nent

Die Gott allein recht misst die Gott allein recht kent

(Wir blinden sterblichen! was wollen wir vns trawen!)

Ihr bürgen meiner lust wie manche schöne nacht

Hab ich in dem ich euch betrachtete gewacht?

Regirer vnser zeitt wen wird es doch geschehen?

Das ich der ewer nicht alhier vergessen kan

Euch derer libe mir steckt hertz vndt Geister an

Von andern Sorgen frey was näher werde sehen.