39.Auff den Sontag deß zu der Hochzeit inladenden Königs/ oder 2. Sontag nach de...

By Andreas Gryphius

Written 1640-01-01 - 1640-01-01

GOTT hat sein Gnadenmal vorlängst anrichten lassen

Vnd die verstockte Welt von anbeginn der Zeit

Geruffen zu der Lust es ist vmbsonst bereit

Er findet Hohn für Gunst für Liebe rasend Hassen!

Die hält der Acker ab die kan das Weib anfassen

Vnd der O Vih O Schmach! Hohn über alles Leid

Schöpfft auß den Ochsen mehr denn Gott behägligkeit-

Er rufft: Er schickt noch auß durch aller Völcker Gassen

Doch bleibt sein Gast Saal leer drumb steckt der heisse Gri i

Ihm Rach vnd Eyver an vnd stost die Donnersti i

Durch seine Lippen vor. Verflucht die mich nicht hören!

Wer nicht mein Bitten acht sol schwer ich für vnd für

In höchste Noth vnd Schmach verbannet seyn von mir

Ich wil in Ewigkeit die mich verlacht nict ehren.