4. Fischerknabe

By August von Platen

Written 1816-01-01 - 1816-01-01

Des Abendsterns ersehnter Schein

Beglänzt den Saum der Flut,

Der Knabe zieht den Kahn herein,

Der still im Hafen ruht.

„Mein Tagewerk ist treu vollbracht,

Doch, liebe Seele, sprich,

O sprich, wie soll die lange Nacht

Vergehn mir ohne dich?“

Am Ufer steht ein Weidenbaum,

Und dran gelehnt ein Stein,

Und drunter liegt im schmalen Raum

Ihr kaltes Totenbein.