40. Die Schöne Pockengrübigte.

By Hans Aßmann von Abschatz

Sind Amors Auffenthalt zwey angenehme Grübgen

Die in das schöne Wang’ ein süsses Lächeln drückt

So sag ich wenn man der bey dir so viel erblickt

Dein Antlitz hegt und birgt wohl tausend Venus-Bübgen.

Du prangst o Himmels-Kind mit diesen Stich und Hibgen

Als wie der Himmel mit viel Sternen ausgeschmückt

Den Hertzen die dein Brand gepülvert und zerstückt

Durchbohrt Cupido hier ein Rosenblatt zum Siebgen.

Die Löcher gehn nicht durch ich trage keine Sorgen

Was unter dieser Schrifft der Wangen liegt verborgen.

Hält nur das Hertz den Stich wer fraget nach der Haut.

Durchfährt man nicht den Ros wenn man will Honig haben?

Jemehr das Erdreich wird bepflügt und umgegraben

Jemehr man Edelstein’ und schöne Früchte schaut.