40.Vber Hippolyten Todt

By Andreas Gryphius

Written 1640-01-01 - 1640-01-01

Dein adel deine trew vndt vnverletzt gewissen

Vndt tugendt vndt verstandt die blume deiner jahr

O blume deiner zeitt ruht auff der schwartzen bahr

Kan dieser enge sarg so grossen schatz beschlissen?

Ach nein! der wehrte Geist wardt von vns weg-gerissen

Zu dehm der seine lust auff dieser Erden war.

Der Feber schnelle macht der rawen seuchen schar.

Hat dir den engen weg zum Himmel bahnen müssen.

Du scheidest von der welt; die welt war dein nicht wehrt!

Sehr jung die ewikeit ist dir nuhmehr beschert!

Von vns! wir werden dich dort vol von wolust küssen.

Von mir: ich folge nach geschwinde: doch bereit

Durch schmertzen: die nuhmer verkehrt in frölikeit

Jtzt gibstu gutte nacht doch baldt wil ich dich grüssen.