40.

By Georg Herwegh

Written 1846-01-01 - 1846-01-01

Ob die Locken eine Glorie quellen

Und dein Antlitz und du himmlisch mild

Auf mich blickst, ein stumm Marienbild,

Das zwei blaue Sterne fromm erhellen;

Ob dein Haar in ungebundnen Wellen

Um den Nacken flutet, stolz und wild,

Und dein Aug' ein harter Demantschild,

Dran die kühnsten Wünsche jach zerschellen;

Ob ich sehe mit dem Heil'genscheine

Dich, ob mit des Unmuts düstrer Falte,

Ewig, ewig fleh' ich nur das eine:

Daß dein schöner Mund doch nie erkalte,

Daß dein schönes Auge niemals weine,

Und mir Gott dein schönes Herz erhalte.