43. Die Schöne Magere.

By Hans Aßmann von Abschatz

Durchlauchtigs Himmel-Bild gleich Jafpis und Crystallen

Dir dringt mein kühner Blick biß zu dem Hertzen ein

Zehlt ieden Tropffen Blutt für Stern und Edelstein;

Dir ist was irdisch ist des Fleisches Last entfallen.

Nimm Stimm und Federn an du gleichst den Nachtigallen

Es kan dem

Der zärtsten Schönheit unentädert Muster seyn:

Man sieht den reinen Geist auff leichten Füssen wallen.

Du gleichst bey Leben noch der schnellen Götter Schaar:

Ohn Zweiffel war wie du der Blumen-Nimphen Paar

Sonst hätte sie der Wind nicht können so entführen.

Syringe gleichte dir umsonst vom Pan geliebt

Wie ihr verwandelt Rohr noch dessen Zeugnis giebt

Das er wie dürr’ es ist sich freuet zu berühren.