51. Die Schöne im Fieber.

By Hans Aßmann von Abschatz

Die Hitze lob' ich zwar die deine Brust entzündet

Und die natürliche Bewegung dir verrückt

Doch glaube daß sich nicht darauff mein Wünschen gründet

Daß du mit solcher Qual solt lange seyn bestrickt.

Wenn man dich aber in der Hitze schöner findet

Und wenn dein mattes Aug’ uns lindre Stralen schickt

So dencke daß man thut worzu Natur verbindet

Sich selber gönnt und hofft mehr so zu seyn beglückt.

Beklaget sich dein Mund gehn Seufftzer von dem Hertzen

Thut dir verborgner Brand in allen Adern weh

So hoff’ ich Beyleid auch von dir bey gleichen Schmertzen.

Kan ich in Hitz und Frost dich ungescheut verehren

So mag die gantze Welt mir zum Vergnügen hören:

Ich lieb und hoffe stets es gehe wie es geh.