67.An eben selbige

By Andreas Gryphius

Written 1640-01-01 - 1640-01-01

Was hat des Fürsten Hof was fand die weise Stadt

Das mächtig sey mich zu erfreuen?

Ich muß die schöne Zeit bereuen

Die mein Gemüth ohn sie mein Licht verzehret hat.

Bey ihr find ich was ich voll Hertzens-Seuffzer bat.

Die Saamen in das Land einstreuen

Begehren so nicht das Erneuen

Des Frühlings der mit Thau krönt die erfrischte Saat;

Als mich verlanget sie zu schauen

Sie meine Lust Wonn und Vertrauen

Die mir der Himmel gab zu enden meine Klagen.

Sie kan ich diesen Tag nicht sehn

Ach Himmel laß es doch geschehn

Daß mir mög ihr Gesicht die Nacht ein Traum vortragen.