9.Eine Schnure Schmeltz GlaßÜberall seh ich meinen Fall

By Daniel Czepko von Reigersfeld

Written 1632-01-01 - 1632-01-01

Du Schmeltz Glas schwartz als Pech, das du umkettelt hast

Die Lilgen weisse Hand, und zehnmal umgefast:

Ich zürne doch mit mir, ob meiner Farbe du,

Die mein Betrübnüs zeigt, gleicht triffst am nechsten zu:

Nicht mache dich so groß: Du bist und bleibest Glas:

Die Reiffen sind zu schlecht umb ein so edles Faß.

Ach Göttin! Diese Schnur erkieß ich nicht umbsonst,

Die Farb ist meine Pein, das Glas ist deine Gunst.