A uf die G egenwart drey ho- her Bedienten so Sterne hiessen.

By Christian Friedrich Hunold

Du höchst beglückter Ort du schönes Lust revier!

Da dreyer Sternen Gold in deinen Creysse strahlet.

Schau wie der Himmel dich mit seiner eignen Zier

So unverhofft erfreut und deine Gegend mahlet.

Ja siehe höchst vergnügt daß deine rare Pracht

Den andern Sternen selbst den grösten Wett-Streit macht.

Die Sterne leuchten nur bey schwartzer Nacht empor

Jedem ein höher Licht den frohen Tag beglücket.

Doch dieser Treflichkeit steigt überall empor

Indem sich Phöbus selbst mit ihren Strahlen schmücket.

Die Tugend welche nie bey dunckler Nacht vergeht

Hat ihren Wunder-Glantz bey Tag und Nacht erhöht.

Denn da Sebastian die Sonne dieser Zeit

Uns unterthänige mit Gnaden Strahlen letzet

So hat ein ander Licht uns auch noch mehr erfreut

Weil der Riegerungs-Pol mit Sternen ist versetzet

Das man durch dero Strahl beseelet rühmen kanz

Die Sonne zündet hier der Weißheit Phar

Ein gantz ergebner Knecht verehrt denn gebückt

Die Sterne so vor jetzt das gantze Land genieset

Ich weiß das weil die Sonn' auf tieffe Thäler blickt

Daß dero Gütigkeit auf diese Zeilen fliesset.

Mein Geist der wünschet sich bey dero Gnaden-Schein

Die Sterne mögen auch mein Glücks-Gestirne seyn.