Abbildung etlicher thorheiten, so sonderlich auf universitäten paßiren.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Beh nur! geh, verbuhlte dirne!

Ich begehre keinen kuß:

Ob an deiner geilen stirne

Gleich manch schiff zerscheitern muß.

Die sich dir zum selaven machen,

Sind wahrhafftig auszulachen.

Heisst das nicht rechtschaffen rasen,

Wenn ein kerl sich so verliebt?

Ungeacht man seiner nasen

Einen bock zu riechen giebt;

Wenn wir auf so faule pfützen

Unser

Doch, es läßt bey nah noch kahler,

Wenn der thor die schritte mißt:

Wenn der aufgeblasne prahler

Hundert kerl’ und degen frißt;

Da sich doch vor seinen flüchen

Selbst die mäuse nicht verkriechen.

Unterweilen großzusprechen,

Ist gar eine schlechte kunst:

Aber mit dem hälse-brechen,

Ist es manchmahl lauter dunst;

Denn vor einem guten prügel

Hengt herr Rodomont die flügel.

Doch ist das nicht auch ein jecke,

Der um einen pfenning beißt?

Der mit einem ball voll d …

Dorten nach dem hunde schmeißt?

Der den beutel fleißig spicket,

Und ihm selbst die schuhe flicket?

Aber sagt, ist der viel klüger,

Der den teufel

Weil ihn irgend ein betrüger

Um den beutel was vexirt;

Und die gelder zum verprassen,

Nicht will länger bey ihm lassen?

Hat er sich dazu besoffen,

Denn geht erst der bettel an.

Alles, was ihn itzt betroffen,

Hat der arme stein gethan;

Darum muß er, sich zu rächen,

Seine kling an ihm zerbrechen.

Manchmahl kommt zu grossem glücke

Noch die häscher-schaar darzu,

Und bringt die begoßne ficke

In ein finstres loch zur ruh;

Weil die steine vor den hieben

Sonst nicht auf der gaffe blieben.

Die zu … einsprechen,

Denen solte zwar mein kiel

Auch allhier den jecken stechen:

Doch es wäre gar zu viel;

Weil ohn dem die trüben zeiten

Sie zuletzt anheim begleiten.

Aber die versoffnen schweine,

Die mir stets den kopff voll schreyn:

Wenn sie von vier-pfennig-weine

Voll courag’ und feuer seyn;

Müssen auf ihr schreyn und speyen

Eines auf die schnautze kreyen.

Leute, die so offte göcken,

Kriegen einen leeren kopff:

Und ertappt man sie im blöcken,

O! so steht der arme tropff

Bey dem allgemeinen spotte,

Wie ein sünder von der sprotte.

Recht! spricht ein gelehrter knauser,

Die haluncken sind es werth;

Doch geduld, du grkllen-lauser!

Dir ist auch noch was beschert,

Die gelehrten bäncklein-sänger

Sind die ärgsten müßig-gänger.

Sich mit tausend grillen schlagen,

Ist kein ehren-werther fleis,

Wenn dein kopff gleich alle fragen

Aus dem Scot’ und Thomas weiß,

Ja das gras selbst wachsen höret;

Heißt es doch: Du bist bethöret.

Doch ich irre, weil ich höre,

Daß der herr … ist,

Und des Stagiriten lehre

Mit dem grösten beyfall liest.

Denn ich rede von studenten,

Und nicht von so grossen