Absicht unsers Hierseyns.
Zu welchem Endzweck meynst du wohl,
Daß doch das menschliche Geschlecht auf Erden?
Gewißlich nicht, um reich zu werden.
Denn ob gleich du,
Aus vielen Beuteln, Geld in deinen Beutel legest:
So hört es alles doch, wenn du es recht erwegest,
Dem Schöpfer ja nicht minder zu,
Als es ihm erst gehört, wie es bey andern war.
Was in der Erde liegt, was mir gehört, was dein,
Ist alles sein:
So ist dein Reichthum nicht sein Endzweck, das ist klar.
Soll ich dir aber hier des Schöpfers Absicht zeigen,
Die er mit uns gehabt: So will ichs nicht verschweigen,
Du sollt, wie Gottes Werk so schön,
In deiner Lust, zu seinen Ehren,
Empfinden, schmecken, hören, sehn,
Und dergestalt sein herrlich Lob vermehren.