[Ach Herr/ wie sind so viel der Feinde/ die mich hassen]

By Hans Aßmann von Abschatz

Written 1672-01-01 - 1672-01-01

Ach Herr wie sind so viel der Feinde die mich hassen

Die mir durch Macht und List zu schaden seyn bedacht.

Sie sagen unter sich: Er ist von Gott verlassen

Wie bald wird seine Seel in unser Netze bracht.

Du aber bist der Schild der mich zu Ehren bringet

Und mein verachtes Haubt hebt aus dem Staub empor

Wenn vor des Herren Thron mein Angst-Geschrey erklinget

So neiget er zu mir sein gnädig Vater-Ohr.

Ich lege mich getrost zur sanfften Ruhe nieder

Und schlaff in Gottes Hutt von Feinden sicher aus.

Sind hundert tausend mir und noch vielmehr zu wider

So legen sie sich doch vergebens um mein Hauß.

Auff HERR und hilff mir Gott du schlägest auff den Backen

Der Feinde stoltzes Heer zerschmetterst ihren Zahn

Und drückest in den Koth die hochgesinnten Nacken

Beym Herren trifft man Hülff' und reichen Segen an.