Alleins

By Wilhelm (Hg.) Arent

Nacht fließt in Tag und Tag in Nacht,

Der Bach zum Strom, der Strom zum Meer –

In Tod zerrinnt des Lebens Pracht,

Und Tod zeugt Leben licht und hehr.

Und jeder Geist, der brünstig strebt,

Dringt wie ein Quell in alle Welt, –

Was du erlebst, hab' ich erlebt,

Was mich erhellt, hat dich erhellt.

All' sind wir eines Baums Getrieb,

Ob Zweig, ob Ast, ob Mark, ob Blatt –

Gleich hat Natur uns Alle lieb,

Sie unser Aller Ruhestatt.