Als Damon abschied von ihm ge- nommen hatte.
Nun ist mein vergnügen
Mit meinem Damon hin!
Denn bey thränen-krügen
Erqvicket sich kein sinn,
Ein von uns entfernter freund
Wird billich stets beweint.
Alles scheinet trübe,
Wo uns das licht gebricht:
Und entfernte liebe
Vergnügt die freunde nicht.
Thyrsis sitzt nun gantz allein,
Wie kan er frölich seyn?
Schmeckt auch eine pfeiffe,
Wenn man sie einsam raucht?
Wenn ich sie ergreiffe,
So wird ja wol geschmaucht;
Doch sie ist kaum angebrannt,
So fällt sie aus der hand.
Holde morgen-stunden!
Jhr seyd mir lauter nacht.
Damon ist verschwunden,
Der euch beliebt gemacht;
Damon, der so niedlich fang,
Wenn meine zitter klang.
Jhr gewünschten nächte,
Seyd wie der rauch zerstreut.
Wer euch wiederbrächte,
Dämpfft’ alle traurigkeit.
Aber dieser hoffnung kind
Ist lauter dunst und wind.
Daß doch freunde scheiden,
Die sich so wohl begehn!
Darff kein schloß der freuden
Auf festem grunde stehn?
Nein! dieweil des himmels rath
Es so beschlossen hat.
Damons angedencken
Soll noch mein leben seyn.
Laß mich alles kräncken;
Fällt mir nur Damon ein,
So ist doch noch in der welt
Ein trost, der mir gefällt.