Als Daphne in seiner gegenwart die violine strich.
Ach! warum flieh ich nicht, wenn unsre Daphne spielt?
Ich weiß doch, daß ihr spiel auf mein begräbniß zielt:
Denn ihre linden strich’ und wohl-gesetzte noten
Sind freylich weiter nichts, als süsse todes-boten.
Der bogen, den sie führt, ist Paphiens geschoß.
Läst sie, dem ansehn nach, gleich keine pfeile los;
So seh ich dennoch wohl, daß eine violine
Der schlauen Daphne mehr, als hundert köcher, diene.
Ach ja! ich fühle schon der tremulanten krafft,
Die gegen uns so viel, als scharffe pfeile, schafft:
Allein wer wolte nicht den stich des todes fühlen,
Wenn liebes-engel uns die sterbe-lieder spielen?