Als Der Durchlauchtigste Fürst und Herr, Herr Wilhelm Friedrich, Marg- graf zu B...
Jhr lüffte! klärt euch aus, und heißet unser feld
Nebst seinen gegenden mit holden blicken lachen:
Baut von vergnügungen ein anmuths-volles zelt,
Und last heut alle lust der schönen zeit erwachen:
Streut mosch und ambra aus, und balsamirt den kreiß,
Der nur itzund von lust und hertzens-wünschen weiß.
Wie ist der himmel doch der Francken brust geneigt,
Daß ihr sein vater-sinn hat Anspachs hohe Sonnen
In unserm Horizont und Sions-berg gezeigt,
Und uns dadurch den schatz des glückes giebt gewonnen:
Wie wird der ort von uns in tieffster pflicht geküßt,
Wo Wilhelmina war, und Wilhelm Friedrich ist.
Durchlauchtes Fürsten-Haupt, und hoher Helden-Geist,
Den nächst der himmel hieß des landes Vater werden,
Wie wurde sinn und brust mit götter-kost gespeist,
Als wie des landes wohl und lustige geberden,
So ihm der himmel hat durch dich, o Held! verehrt,
Durch einen freuden-schall der gantzen welt gehört.
Doch itzt lacht uns das glück mit mehrern strahlen an,
Weil unsre brust sich selbst zu deinen füßen legen,
Und deinem scepter heyl und segen wünschen kan,
Damit kein naher sturm kan seinen grund bewegen,
Mit unsrer meynung stimmt der himmel selbsten ein,
Was wunder! wenn dein wohl wird diamanten seyn.
Dis wünscht der unterthan, dis hofft das edle land,
Und unser hertze singt bereits die freuden-lieder,
Weil sich der himmel selbst durch dich, o Werthes Pfand!
Auf unsre felder läst nebst dem gelücke nieder,
Man höret, wie mit uns, durch die zertheilte lufft,
Jedwedes landes-kind dergleichen wünsche rufft:
Der himmel wohne da, wo Wilhelm Friedrich lebt,
Und seine felder schützt mit seinem hohen schatten,
Wo er durch tugend ihm den helden-purpur webt,
Den viele seines stamms schon längst erstritten hatten,
Der segen schütte sich auf sein Durchlauchtes Hauß,
Und auf das gantze land mit tausend strömen aus!
Nun führe dich beglückt der himmel in die stadt
Wo dein Geschlechte Cron und Königs-purpur träget,
Wo dem gelücke schon ein stern befohlen hat,
Daß es stets deinen wunsch mit einem ja beleget.
Dein wohlseyn ist der stamm, worauf die freude liegt,
An der fich land und volck und unsre brust vergnügt.