Als die schöne Türckin da er mit ihr bekand worden kurtz darauf wegzog.

By Johann Georg Gressel

Wil meine Sonne schon die schwartzen Schatten küssen

Und hült sie ihren Glantz in dunckle Wolcken ein?

Muß die verhaßte Nacht mit ihren Finsternissen

Auf einem kurtzen Tag so bald verhanden seyn?

Ja!

Die schwartze Finsterniß verdunckelt seine Lufft

Die Sonne meiner Lust die ziehet um die Erden

Und durch entwandtem Schein stöst sie mich in die Grufft.

Ich sehe mit Verdruß den Freuden-Stern versincken

Die kummer-volle Nacht mit Traum-Gespensten dreut

Es läst ein Jrwisch-Licht der Traurigkeit sich blincken:

Und ein

Mein

Es küßt mit

Ich muß wie

Nun meine Sonne fort ich sterbend untergeh.

Barlottens Abzug raubt der Seelen ihre Freude

Mein klahrer Himmel wird zu einer Trauer-Lufft

Ich gehe jetzt im Boy an statt der grünen Seide

Und mein Gesicht umgiebt ein Sorgen-voller Dufft.

Der

Wer weiß ob ich mein Licht jemahlen wieder seh?

Ich muß vor Angst entselt in langen Nächten leben

Es zeigt sich sonst kein Licht als der Gedancken-Schnee.

Mein mattes Hertze muß verderben und erfrieren

Der kalte Winter greiffts mit vieler Unlust an.

Ich muß ach herber Schmertz! Diejenige verliehren

Von der ich nur allein das Leben haben kan.

Wie! wenn des Winters Grim̃ der Sonnen-Strahlen mindert

Das bunte Blumen-Feld ein Todten-Kleid anzieht

So hat auch dein Verlust die Sommer-Zeit verhindert

Die Liebe ist erstarrt die Hoffnung steht verblüht.

Zwar läst die Liebe sich abwesend wol ernehren

Doch es ist nur ein Traum sie kan nicht lange stehn

Wenn man den Gegen-Stand nicht täglich kan verehren

So muß die Liebes-Glut ohn Nahrungs-Oehl vergehn.

Die Zeit verkehret viel sie ändert die Gestalten

Ein weit entferntes Hertz der Meisterin vergißt

Mit der Abwesenheit muß Lieb’ und Gunst erkalten

Sie macht daß deren Glut nicht immerwährend ist.

Ich fürchte nicht umsonst annehmliche

Daß meine Liebes-Glut sich in sich selbst verzehrt;

Und daß die schnelle Zeit die Neigungen ausrotte

Weil man abwesend nicht der Liebsten Pracht verehrt.

Die Wurtzel ist nicht vest ins Hertze eingesencket

Die Liebe Pflantze nur die ersten Keumen trägt;

Wenn nur ein kleiner Frost sie zu verderben dencket

So wird sie ohne Frucht ins dunckle Grab gelegt.

Ein Garten der verdirbt wenn ihm der Gärtner fehlet

Die Pflantzen gehen ein die allzuweichlich sind.

Dein Abzug meine Lieb’ entkräfftet und entseelet

Weil sie ins künfftige nicht ihre Nahrung findt.

Ich kan die Flammen nicht aus deinen Augen saugen

Wenn mir ein ferner Ort derselben Glantz entzieht;

Was nützet uns der Schein der uns entzognen Augen?

Nichts! weil man sie von fern und in Gedancken sieht.

Du aber seelger Ort und hoch-gepriesnes Städgen

Schließ dieses schöne Kind auf ewig bey dir ein

Es ist recht liebens werth und ein

Es wird dein bester Schmuck und schönste Zierde seyn.

Die

Sie wird geehret seyn sie ist der Liebe werth

Jhr müsset ihr zur Lust das Blumen-Fest anstellen

Damit ihr nach Gebühr die ander

Die Schäffer seh ich schon zu ihren Diensten stehen

Jedweder ist bemüht daß er ihr Liebster sey

Hing egen muß ich mich entfernt und traurig sehen

Mein Gegen-Stand ist fort mein Sommer ist vorbey.