Als die schöne Türckin da er mit ihr bekand worden kurtz darauf wegzog.
Wil meine Sonne schon die schwartzen Schatten küssen
Und hült sie ihren Glantz in dunckle Wolcken ein?
Muß die verhaßte Nacht mit ihren Finsternissen
Auf einem kurtzen Tag so bald verhanden seyn?
Ja!
Die schwartze Finsterniß verdunckelt seine Lufft
Die Sonne meiner Lust die ziehet um die Erden
Und durch entwandtem Schein stöst sie mich in die Grufft.
Ich sehe mit Verdruß den Freuden-Stern versincken
Die kummer-volle Nacht mit Traum-Gespensten dreut
Es läst ein Jrwisch-Licht der Traurigkeit sich blincken:
Und ein
Mein
Es küßt mit
Ich muß wie
Nun meine Sonne fort ich sterbend untergeh.
Barlottens Abzug raubt der Seelen ihre Freude
Mein klahrer Himmel wird zu einer Trauer-Lufft
Ich gehe jetzt im Boy an statt der grünen Seide
Und mein Gesicht umgiebt ein Sorgen-voller Dufft.
Der
Wer weiß ob ich mein Licht jemahlen wieder seh?
Ich muß vor Angst entselt in langen Nächten leben
Es zeigt sich sonst kein Licht als der Gedancken-Schnee.
Mein mattes Hertze muß verderben und erfrieren
Der kalte Winter greiffts mit vieler Unlust an.
Ich muß ach herber Schmertz! Diejenige verliehren
Von der ich nur allein das Leben haben kan.
Wie! wenn des Winters Grim̃ der Sonnen-Strahlen mindert
Das bunte Blumen-Feld ein Todten-Kleid anzieht
So hat auch dein Verlust die Sommer-Zeit verhindert
Die Liebe ist erstarrt die Hoffnung steht verblüht.
Zwar läst die Liebe sich abwesend wol ernehren
Doch es ist nur ein Traum sie kan nicht lange stehn
Wenn man den Gegen-Stand nicht täglich kan verehren
So muß die Liebes-Glut ohn Nahrungs-Oehl vergehn.
Die Zeit verkehret viel sie ändert die Gestalten
Ein weit entferntes Hertz der Meisterin vergißt
Mit der Abwesenheit muß Lieb’ und Gunst erkalten
Sie macht daß deren Glut nicht immerwährend ist.
Ich fürchte nicht umsonst annehmliche
Daß meine Liebes-Glut sich in sich selbst verzehrt;
Und daß die schnelle Zeit die Neigungen ausrotte
Weil man abwesend nicht der Liebsten Pracht verehrt.
Die Wurtzel ist nicht vest ins Hertze eingesencket
Die Liebe Pflantze nur die ersten Keumen trägt;
Wenn nur ein kleiner Frost sie zu verderben dencket
So wird sie ohne Frucht ins dunckle Grab gelegt.
Ein Garten der verdirbt wenn ihm der Gärtner fehlet
Die Pflantzen gehen ein die allzuweichlich sind.
Dein Abzug meine Lieb’ entkräfftet und entseelet
Weil sie ins künfftige nicht ihre Nahrung findt.
Ich kan die Flammen nicht aus deinen Augen saugen
Wenn mir ein ferner Ort derselben Glantz entzieht;
Was nützet uns der Schein der uns entzognen Augen?
Nichts! weil man sie von fern und in Gedancken sieht.
Du aber seelger Ort und hoch-gepriesnes Städgen
Schließ dieses schöne Kind auf ewig bey dir ein
Es ist recht liebens werth und ein
Es wird dein bester Schmuck und schönste Zierde seyn.
Die
Sie wird geehret seyn sie ist der Liebe werth
Jhr müsset ihr zur Lust das Blumen-Fest anstellen
Damit ihr nach Gebühr die ander
Die Schäffer seh ich schon zu ihren Diensten stehen
Jedweder ist bemüht daß er ihr Liebster sey
Hing egen muß ich mich entfernt und traurig sehen
Mein Gegen-Stand ist fort mein Sommer ist vorbey.