Als er keine gegen-liebe hoffen kunte.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Ach allerliebste thränen!

Jhr boten meiner herben pein!

Kan ein so reines sehnen

Durch eure krafft dann nicht gestillet seyn?

Ist es unmöglich, dieses hertze,

Das über des Myrtillus schmertze

Sich nicht erbarmen will, noch endlich zu erweichen?

So lescht zum wenigsten durch eure milde fluth,

O thränen! meine gluth!

Oder wachset so weit an,

Damit ich und mein schmertz in euch ertrincken kan!