Als er sie das erste mahl küßte.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Ich habe Sylvia dich einmahl nur geküßt

Und meynt’ ich würde mir mein kranckes hertze laben;

O! aber weit gefehlt! ich weiß nicht wo es ist

Und glaub es hat sich gar in deinen mund begraben.

Dann meine krafft ist hin: ich fühle nichts als glut

Und stürbe wenn ich nicht aus liebe leben müste.

Ach! wann ein eintzig kuß so grosse würckung thut

Wie solte mir geschehn wann ich dich zehnmal küßte?