Als er Urona verlassen muste.

By Johann Georg Gressel

Du Sam̃el-Platz der Lust du Wohn-Haus grosser Freuden

Mein Schicksahl zwinget mich von deiner Pracht zu

scheiden

Es rafft ein Unfall mich von deinem Feste hin

Das mit beliebter Lust erquicket Hertz und Sinn.

Ob gleich die

Und ein Atlassen Kleid von Schnee und Eyse träget

So läst die Lustbarkeit dich doch nicht öde seyn

Und was Vergnügen heist geht nicht im Winter ein.

Es kan die Schlitten-Fahrt die Garten-Lust ersetzen

Die

Es läst die Anmuht uns auf Zucker-Rosen gehn

Und süsse Mandeln-Milch in güldnen Schaalen stehn.

Die Blumen deiner Lust bestricken Aug’ und Hertzen

Jhr lieblich Angesicht vertreibet alle Schmertzen

Und ihrer Schönheits-Pracht nichts irrdsches überwiegt

Sie sind der schönste Theil von dem was uns vergnügt.

Die holden Kindergens den schönsten Engeln gleichen

Dian' und Venus muß vor ihren Blicken weichen:

Die Glieder sind wie Schnee wie Wolle zart und weiß

Sie sind dein bester Schatz der Schönheit Ehren-Preiß.

Die Wangen sind annoch im ersten Frühlings-Jahren

Auf welchen Milch und Blut in schönster Lust sich paaren

Der Augen helles Licht den lichten Tag gebiehrt

Und dich du schöner Ort mit vielen Sternen ziert.

Jhr schönes Antlitzt ist ein kostbahr

Darinnen Ros’ und Lilg sich durch einander karten

Die Lippen crönt Corall den Zucker-Mund Rubin

Jhr Athen übersteigt den

Der wohl-gewölbten Brust ihr Spiegel glattes Pflaster

An Klarheit macht beschämt den weißten Alabaster;

Granaten blühn im Schnee den blauer Türcks durchflicht

Es gleicht des Himmels Glantz den

Sie sind der Sorgen-Pest der Lust Gebährerinnen

Es läst ihr holder Mund des

Jhr schönes Wesen zeugt stets neue Lieblichkeit

Die bitter Wermuth wird nie in die Lust gestreut.

Dis alles zwinget mich mein Schicksahl zu verlassen

Es schenckt vor süssen Most mir Galle in die

An statt des wahren Lichts reicht es den Schatten dar

Und macht ein solches Spiel mir gleich zum Neuen-Jahr.