Als ihm Salinde eine Nacht-Lust versprochen.
Es bricht die Nacht mit ihrem Schatten ein
Darin ich soll in deinem Schoosse seyn:
Der Sternen Schein verliehrt sein helles Funckeln
Und
Nun führe du die schönsten Sterne her
Dein Auge laß nicht seyn von Strahlen leer.
Dein Angesicht sey jetzt des Himmels-Bilde
Die schöne Brust
Diana küßt Endymion bey Nacht
Weil denn die Lust in ihrem Schatten lacht
Cythere läst in düstern Finsternissen
In voller Lust sich von dem
So läst die Nacht die süßte Wollust zu
Ein Liebender findt in dem Schoosse Ruh:
Versüßte Lust Freud’ und Ergötzlichkeiten
Die sind bemüht den Vor-Rang zu erstreiten.
Cupido zollt im dunckeln Seelen-Lust
Und füllt damit das Wohn-Haus unser Brust
Er setzet uns als Liebes-Küchenmeister
Die Speisen vor so nur vor treue Geister.
So laß auch mich anjetzt mein Engel ein
Da uns die Zeit recht wil behülfflich seyn;
Es locken uns die dunckel-braunen Schatten
In Lust sich mit einander zu begatten.
Du läst mich nicht ein widrig Augen-sehn
Besondern gleich den frohen Stern auffgehn
Der mir verheist daß ich bey der
Kan stracks den Port der Glückes-Insul finden:
Der Insul da ein Rosen Bette macht
Die süsse Lust und die Ergötzung lacht;
Wo Anmuht sich in reiche Ströhme giesset
Und durch den Thau in unser Geister fliesset.
Schenck
Mach mir die Krafft der
Ach kühle mich und lösche meine Flammen
Die keiner kan als ungerecht verdammen.
Mich hat dein Strahl mein Engels-Kind verletzt
Und durch den Blitz in Brand und Gluht gesetzt.
Die
Daraus du nur mein Leben mich kanst retten.
Du bist der Artzt der eintzig und allein
Nur kan mein Trost und bester Labsahl seyn
Die Wunden so du pflegest auszutheilen
Die kanst du gleich durch holde Blicke heilen.
„ich will ich will! dein süsses Mündgen spricht
„dein matter Geist erhält ein neues Licht.
„ein Busen-Oehl und Lippen-Safft erfunden.
So spricht mein Schatz so denckt mein Engels-Kind
Und zeigt daß sie mir Hülffe stets ersinnt
Nur bleib also beständig mein Vergnügen
Und laß mich bald in deinen Armen liegen.
Du schwartze Nacht du Trauer-Flohr der Lufft
Bring’ alles Licht in
Ach brich doch an du dunckel schwartzes Wesen
Daß ich genieß die Lust so ich erlesen.
Diana weich von deiner silber Bahn
Jhr Sternen zieht ein dunckles Lüfftgen an.
Ach eilet doch ihr wartet allzulange
Mein Hertze ist vor Furcht und Liebe bange.
Doch so ihr wollt nur halb erstorben seyn?
So stöhrt uns nicht durch eurem blassen Schein
Helfft unser Lust vermehret unser Küsse
Durch eure Krafft und gütige Einflüsse
Salinde ist ihr Lichter schon bereit
Mich zu umpfahn mit Lust und Frölichkeit
Sie müht sich schon mit was vor süssen Mienen
Sie meinen Dienst wil wiederum bedienen.
Sie rufft mir zu ich soll nicht langsahm seyn
Jhr Angesicht hüllt sich in Rosen ein
Ein kleiner Schaam heist euch von hinnen gehen
Die Jungferschafft sollt ihr nicht sterben sehen.