Als ihn die schöne Secantis nach langen Ab- wesen wieder umarmete.

By Johann Georg Gressel

So hat mein Trauren doch zu Lachen werden müssen

Da dich das holde Glück mir in die Arme giebt

Nach schwartzer Kummer-Nacht kan ich den Morgen grüssen

Weil mich dein Abseyn nun mit Angst nicht mehr betrübt.

Egyptens Kärcker wird ins Königs Sahl verkehret

Nachdem mich meine Sonn mit ihrem Strahl anlacht

Den sie der bittern See sonst eine Zeit gewehret

Und mir die Nacht dadurch der

Nun aber läst mein Geist die langgewehrten Fasten

Und hebet höchst-vergnügt die Oster-Woche an

Mein Froh-seyn lässet mich nicht länger traurig rasten

Da ich mein Leben jetzt vergnügt umfassen kan.

Der Sommer meiner Lust mit schönen Blumen spielet

Die in dem Angesicht und auf der Brüste-Feld

Die günstige Natur mit grossem Fleiß erziehlet

Und zum Genusse mir in ihrer Pracht erhält.

Die Stirn-

Die Wangen-Rose frist kein schädlich Raupe ab

Der Schnee erschwärtzet schier vor deiner Brüste-Liljen

Vor deinen Adern geht die blau Viol ins Grab.

Die Blühte des

Der Balsam Indiens kan nicht so stärckend seyn

Als wie dein Athem-Dufft erquicket was erblichen

Und wie dein Lippen-Oehl flößt Lebens-Geister ein.

Ich selber kan hiervon ein lebhafft Beyspiel geben

Denn da ich halb entseelt von vielen Sorgen war

Bracht deine Gegenwart und Kuß mir neues Leben.

So daß mich deine Gunst stellt wieder lebend dar.