Als seine Balis starb. Cantata.
Komme Tod! ach süsser Tod!
Lieblich scheinet mir dein Wüten
Hau mit deiner Sensen zu
Setz den schwachen Geist in Ruh;
Denn kein Glücks-Schein kau begüten
Seine zugestoßne Noht
Komme Tod! ach süsser Tod!
Lieblich scheinet mir dein Wüten.
Da die Hälffte meiner Seelen
Lieget in des Grabes-Hölen;
Wil ich ihr Gefährte seyn
Scharrt mich doch zu ihr hinein.
Wenn der Sonnen güldne Strahlen
Nicht die Erde mehr bemahlen
Sinckt der
Und verläst den hohen Muth;
Ja des
Müssen ihn zu frieden stellen
Und indem er sinckt hinein:
Wil er
Weil er in dem Strohm begraben
Scheinet da sein Grab zu haben
Da der Leit-Stern seiner Pracht
Phœbus ist ins Grab gebracht.
Meine Sonn’ ist auch verblichen
Und ins schwartze Grab gewichen
Jhr Entfernen greifft mich an
Daß ich nicht mehr leben kan.
Schöne
Daß ich willig auf-will-geben
Doch mit deinem Sterben ab
Sieh es küsset schon das Grab.
Schwinge dich betrübte Seele
Doch zu deinem Schatze hin
Da die Schöne die dein Leben
Dir kan frohe Blicke geben;
Auf verlaß des Leibes Höle.
Schwinge dich betrübte Seele
Doch zu deinem Schatze hin.
Auf der Erden
Kan mir nichts behäglich werden
Nun mein Himmel
Ist gemacht zum Traur-Getümmel.
Alle Lust ist mir Verdruß
Nun ich
Keine Freude kein Ergetzen
Kan mich mehr zu frieden setzen
Als der Tod
Das End’ und Anfang meiner Noht.
Weg Vergnügen dein Vergnügen
Ist ein Tand
Und besteht auf Unbestand.
Da mein Leben ist entfernet
Mir kein Freuden-Stern mehr sternet.
Weg Vergnügen dein Vergnügen
Ist ein Tand
Und besteht auf Unbestand.
Ich will sterben
Da mich meine
Und im Tod die Lust erwerben
Daß sie nimmer mich verläst.
Entweichet ihr Geister
Sucht Sterben und Grab
Da alles Vergnügen mit
Wie kan ich denn leben in bitterer Noht?
Entweichet ihr Geister
Sucht Sterben und Grab.