Als sich Polidor auf einem lustigen Berge diverti ret.

By Johann Georg Gressel

Nächst als nach Mittags-Zeit die helle Sonne blitzte

Da ihr beliebter Strahl erquickte jede Brust

Und als der Ackersmann bey seinem Pfluge schwitzte

Erkohr ihm

Er sahe bald den Berg der dem

Die Anmuth hat sich da ins grüne Gras

Desselben grünes Haupt bis an die Wolcken striche

Von dem die Westen Lufft den süssen

Hier streckte

In das beblümmte Gras wo

Das leichte Vogel-Heer sang wunder-schöne Lieder

Und stellte singend vor ein

Der edle

Jhm solte dieser Ort ein rechter Labsahl seyn.

Es überfiel ihm auch ein angenehmer Schlummer

Und

Hier fehlet

Die ihm des Himmels-Gunst damahls geniessen ließ

Drum dacht er diesen Ort mit Reimen auszuschmücken

Eh ihm die braune Nacht nach Hause gehen hieß.

Er sprach: Beglückter Hayn es müssen deine Aeste

In jenem Tempel stehn wie hoher Cedern-Pracht.

Wenn man den Herren lobt am heil’gen Pfingsten Feste

An dem jedweder Geist mit frohen Munde lacht.

So grüne immer dar du Sammel-Platz der Freuden

Und deine Gegend sey ein stetes Lust-

Dann kan ein treuer Hirt sein Schaaf in Frieden weiden

Ich aber ehre dich und scheide nun von hier.

Dis war was

Die an dem Wege gleich zur rechten Seiten stand

Nachdem es nun geschehn ging er mit sanfften Schritte

Hin nach dem Flecken zu wo sich sein Freund befand.