Als sie sich etwas unpäßlich befand.
Arminde bistu kranck? hastu dein haupt verbunden?
So muß ich warlich auch mit dir im leide gehn
Dein schmertzen schläget mir die tieffsten seelen-wunden
Und heist mein blut erstarrt in allen adern stehn.
Ach! glaube deine pein die zwinget mich zum sterben
Was dir verdruß erweckt greifft mich nicht minder an.
Auß deinem ungemach komt endlich mein verderben;
Schau wie der himmel mich so grausam straffen kan!
Du klagst: Dein schönstes haupt empfinde harte schmertzen;
Gewiß mein wohlergehn vernimt ietzt seinen tod
Es steigt die traurigkeit mir gar zu sehr zu hertzen
Und kurtz: Mein gantzes glück liegt in der letzten noth.
Wie kan es anders seyn in dir beruht mein leben
Trifft dich ein ungemach so sühl ich deine pein
Dein schmertzen kan mir nichts als bleichen kummer geben
Und deine angst mischt sich mit meinem jammer ein.
Thustu mir aber kund; dein haupt-weh sey vergangen
So fühl ich wiederum was lust erwecken kan
So kan ich abermals mein freuden-licht empfangen
Und meine seele wird mit wollust angethan.
Es lieget nun bey dir du kanst mich glücklich machen
Ein wort von deiner hand labt meinen matten geist;
Geschichts so kan ich auch der grösten schmertzen lachen
Die mir der himmel ietzt bey deiner kranckheit weist.