Als sie sich nicht wolte erbitten lassen.

By Johann Georg Gressel

Mich will die strenge Fluth ins Unglücks-Rachen jagen

Es wird mein Hoffnungs-Schiff im Jammer-Merzer-

schlagen

Jedwede Wolcke ist von Blitz und Donner voll

Ich weiß nicht wo ich mich vor Unmuth lassen soll.

Du führst

Die deine Freundlichkeit in strengen Zorn verstellen

Derselben starcke Fluth so rasend auf mich dringt

Daß mein erschrockner Geist die Sterbe-Lieder singt.

Mein Weinen kan dein Hertz o Schmertze! nicht durch höhlen!

Ein harter Kiesel-Stein wird deine Brust beseelen

Dein Felsen harter Sinn erhört mein Seuffzen nicht

Mein kranckes Hertze wird durch deinen Haß gericht.

Ich muß wie

Mein Unglück quälet mich mit lauter Finsternissen

Die krancke Seele ist bis in den Tod betrübt

Von Unmuth fast entseelt und ohne Trost verliebt.

So wenig als das Meer dem festen Felsen schadet

Und wenn mein trübes Aug’ in tausend Thränen badet

Das ist in allen gleich; du bist und bleibst ein Stein

Dein hartes Hertze will mir immer grausahm seyn.

Der Haven meiner Lust ist mir ach Schmertz! verschlossen

Dein Unwill hat mir da die Ketten vorgeschlossen

Mein armes Schifflein muß in wilder See vergehn

Der trübe Himmel läst nichts als

Ich könte zwar noch wolden frohen Haven finden

Allein dein Zorn muß erst in heitrer Lufft verschwinden

Die schwartze Trauer-Nacht muß mir ein Mittag seyn

Die düstre Abend-Lufft ein heller Morgen-Schein.

Wenn mich dis Glücke küßt so kan ich glücklich leben

Bis an den Himmel wird die süsse Lust mich heben

Denn eß ich Zucker Brod und trincke

Denn ist was mich gequählt gantz fort und weggeschafft.

Wird sich dein Zürnen nun in holde Gunst verkehren?

So werde ich dich stets als meine Göttin ehren

So bald dein Auge läst den Hoffnungs-Stern auffgehn

So kan ich meine Lust aus den

Ich will mich nun mein Schatz auf deine Huld verlassen

Dein schönes Wesen kan mein treues Hertz nicht hassen

Wenn aber deine Gunst ein steter Zorn verstellt

So hör ich diesen Spruch: