An den Herrn Kanonikus Gleim ...
Written 1761-01-01 - 1761-01-01
Achill, der stampfende Held, sprach mit dem wiehernden Pferde
In wildem gluthigem Zorn;
Er stieß sein eisernes Speer tief in die zitternde Erde
Und stach mit blutigem Sporn
Das sich aufbäumende Roß, rief mit hochbrüllender Stimme:
Trag mich, beflügeltes Thier,
Hin zu dem Opferaltar, da würgt mit Furiengrimme
Ein Arm das Leben in mir,
Da würgt der Vater sich selbst im götterähnlichen Kinde.
Zu Eisen macht ihn der Stolz,
Ihn schlacht' ich bei dem Altar, wo ich die Blutende finde,
Und werf ihn zu ihr aufs Holz.
Er sprachs, und schwang sich herauf, flog schnell wie kommende Pfeile,
So kommt mit Flügeln der Sturm
Gebraust, da reißen am Schiff die Seegeltücher und Seile,
Da wankt der prächtige Thurm.