An den Neid.

By Georg Neumark

Wje köm̃ts vergifft er Neid du dein stets eigner Henker

Du böses Schlangenkind du hellisches Geschlecht

Du Friedenstörer du du Teussels Stekkenknecht

Du blauvergalter Mund du dein selbst eigner Kränker

Wie kömmt es sag’ ich noch du Unglüks angedenker

Daß du must allezeit verüben deine Tükk’

Und wetzen deinen Zahn wenn wor ein gutes Glütk

Der Tugend ist beschehrt? sag an du Ehrversenker.

Doch schweig ich weis es schon. Gleich wie dem klahren

Liecht

(jm fall der göldne Glantz Apollens zu uns bricht.

Und denn der Silberschein von seinen Ehegatten )

Der dunkle Schatten folgt; so folgstu überal

Der ädlen Tugend nach. Kurtz wisse dieses mal

Die Tugend ist das Licht du aber schwartzer Schatten.