[An des lust'gen Brunnens Rand]

By Johann Wolfgang Goethe

Written 1790-01-01 - 1790-01-01

An des lust'gen Brunnens Rand,

Der in Wasserfäden spielt,

Wußt ich nicht, was fest mich hielt;

Doch da war von deiner Hand

Meine Chiffer leis gezogen,

Nieder blickt ich, dir gewogen.

Hier, am Ende des Kanals

Der gereihten Hauptallee,

Blick ich wieder in die Höh.

Und da seh ich abermals

Meine Lettern fein gezogen:

Bleibe! bleibe mir gewogen!

Möge Wasser, springend, wallend,

Die Zypressen dir gestehn:

Von Suleika zu Suleika

Ist mein Kommen und mein Gehn.