An die Augen der schönen und hold- seligen Karitillen.
Gleich wie der Sternen Glantz am Firmament verg-
het
Wenn sich das grosse Licht der Sonnen wieder zeigt
Gleich wie das Sternenbeer Dianen willig weicht
Wenn sie mit vollem Schein’ am heitren Himmel stehe
So seyd ihr Augen auch die ihr euch freundlich drehet
Jm Antlitz meiner Zier vor euch der Mond sich neigt
Und euch des Glantzes Sieg gar willig überreicht
Auch Föbus schämt sich selbst am Himmel hoch erhöhet.
Nichts seh’ ich in der Welt das so die Hertzen bricht
Hertzliebste Karitill als deiner Augen Licht.
Wie überselig wird doch dieser seyn zunennen
Der solchen klaren Schein vergnügt geniessen kan
Und den sie wiederüm mit Liebe strahlen an!
Huff Himmel daß sie mich vor solchen mag erkennen.