An die Fantasie.
Aetherblumen um deine Stirn',
Und erhelle der Nacht Schatten, die schlummerlos
Um mein einsames Lager hängt.
Dein unsterblicher Fuss weilet, o Königin,
An den Quellen des Morgenroths;
Du entschöpfest dem Quell liebliches Rosenlicht,
Und bestralest die Erdenwelt.
Eine Grazie hüpft, leicht wie ein Rosenblatt,
Liebelächelnd an deiner Hand,
Schlingt sich mir um den Arm, wandelt im Abendglanz
Durch die thauigen Blumen hin;
Durch den säuselnden Hain, durch das Gebüsch von Gold,
Durch das schlummernde Mondenlicht;
Und aus Rosengewölk schimmert der Abendstern
Meiner Wallerin ins Gesicht.
Horch, die Nachtigall singt! Seze dich hier am Bach!
Schüchtern sinkt sie auf meinen Schooss,
Und ich küss' ihr den Schleir von der gehobnen Brust,
Schweb' in Träumen Elisiums.