An die Schöne in der Einbildung.

By Johann Georg Gressel

Gewiß wird Lethens Trunck bey dir die Ursach seyn

Daß deiner Jahre Zahl dir schon entfallen ist;

Denn wenn ich dreyßig zähl’ so sagest du ach Nein!

Da muß erst achtzehn stehn wo er schon dreyßig liest

Seht doch an die Rosen-Wangen

Wie sie prangen

Kan wol ein garstig Bild von so viel dreyßig Jahren

Sich mit der Anmuth paaren

So mein Gesichte zeigt?

Nein eure Meynung treugt.