An ein keusches Frauen-Zimmer.
Was soll mein schwacher Kiel hier vor ein Opffer bringen
Allwo die Schmeichelung nicht darf zu finden seyn?
Wo nicht die Lustbarkeit darf aus der Feder dringen
Auch nicht die matte Hand darf
Ich muß ein reines Blatt vor ihre Füsse legen
Das kein
Die Zeilen dürffen nicht verdeckte Gallen hegen
Als die von ferne flieht ihr tugendhaffter Geist.
Derhalben lieffer ich nur diese schlechte Riegen
Und zahle meine Schuld mit blossen Worten ab
Mein Unvermögen läßt von mir nichts bessers kriegen
Weil ich den
Ich bin auf dem
Auf
So hat auch
Durch angebohrnen Witz und Zierde nicht geätzt.
Ich bringe meine Pflicht nicht in geschminckten Worten
Nicht unter Prahlerey der schnöden Eitelkeit
Ich tiesche schwartzes Brodt nicht angemachte Torten
Von Wind und Wasser auf die wol ein ander weyht.
Ein ander prange sehr mit grossen
Und mit getünchter Pracht der falschen Gleißnerey
Er mache sich berühmt mit seines Maules-Renten
So zeigt sich doch zuletzt daß er ein Lügner sey.
Kan ich nicht Adlern gleich bis an die Wolcken tragen
Jhr zugehörigs Lob und muß ich niedrig gehn
So will ich Schwalben gleich es durch die Gassen jagen
Denn wird die
Fehlt hier
Wird nicht ein
Der seines Nahmens Ruhm bis an die Wolcken schwunge
Führt mich ein
Singt nicht ein kluger Schwaan hier seine Wunder-Lieder
So wird ihr doch die Ganß nicht gar entgegen seyn.
Es trotzt ein Stammler auch bey ihren Gunst-Gefieder
Bey ihr muß
Doch endlich auch einmahl beym End Zweck anzulangen
So ziert den schönen Leib auch ein beliebter Geist
Und der
Den
Die Augen blitzen Gluht die Wangen zeugen Rosen
Darinnen zarte Milch nett untermischet ist
Die Adern quillen auf und gleichen den Turckosen
Die ihre Glieder-Schnee in höchster Anmuth küßt.
Dis hat ein treuer Knecht in Eile aufgesetzet
Und mit gezwungner Macht den stumpffen Kiel beseelt
Daß er sich doch mit Müh in
Und diese schlechte Schrifft mit dem Papier vermählt.