An eine matte Herbstfliege

By Franz Grillparzer

Written 1812-01-01 - 1812-01-01

Wanken dir die matten Füße,

ist der Flügel Schwung erlahmt?

Traurig schleichst du an dem Fenster,

das einst deine Spiele sah:

Ach, der Sommer ist verronnen,

und der rauhe Winter naht.

Doch sieh meine welken Kniee,

sieh das Antlitz totenbleich,

sieh der Augen mutges Feuer,

von der Krankheit Hauch gelöscht;

ist denn schon mein Herbst gekommen,

eh mein Sommer noch erschien?