An eine schöne Dame.

By Johann Georg Gressel

Vollkommne Silvia! wo find' ich ihres gleichen?

Jhr hoher Tugend-Ruhm erfüllt die gantze Welt

Jhr Geist der wohnet schon im hohen Stern-Gezelt

Minerva muß davor die güldnen Seegel streichen.

Die

Was

Die Schönheit hat den Schmuck ihr doppelt zugestelt

Jhr schöner Geist belebt durch einen Blick die Leichen.

Hier fällt der Laster-Schluß durch die Gerechtigkeit

Die Keuschheit ist ihr Schmuck und Mildigkeit ihr Kleid.

Recht Göttlich das Gesicht in Liljen-Wolcken spielet

Jm Haaren hat das Gold ein Berg-Werck angelegt

Diana keinen Glantz und keine Tugend hegt

Weil sie gesehn daß sie den besten Preiß erziehlet.